JF-Ensdorf legt Jugendflamme Stufe 3 ab

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In den letzten Wochen konnten 6 Jugendfeuerwehrler der JF – Ensdorf die begehrte Stufe 3 der Jugendflamme ablegen.

Die 6 „Senior-Jugendfeuerwehrler“ hatten sich auf die Abnahme lange vorbereitet. Sie hatten ja nicht nur feuerwehrtechnische Aufgaben zu bewältigen, nein, sie mussten einen Erste-Hilfe-Kurs nachweisen und das hier Erlernt praktisch anwenden. Auch hatten alle, obwohl es nun nicht mehr Voraussetzung ist, schon vor längerem die Deutsche Jugendspange abgelegt. Soziale Tätigkeiten, sowie eine „Themenarbeit“ mussten ebenfalls vorgewiesen werden.

Zur Abnahme war Kreisjugendfeuerwehrwart KBM Hubert Haller erschienen, der die einzelnen Aufgaben und deren Lösung prüfte.

An feuerwehrtechnischem mussten die Teilnehmer einen Hebebaum bauen und dabei zeigen, was sie an Selbstsicherung, Knoten und Stichen, sowie an ordnungsgemäßen „Bedienen“ gelernt hatten. Der Hebebaum wird zur Rettung von Patienten aus größeren Höhen eingesetzt und gehört zu den Grundlagen der technischen Personenrettung.

Um der schlechten Witterung zu entgehen, stellte Bio-Landwirt Georg Wein seinen Stadel zur Verfügung.

Hier zeigten die Prüflinge, dass sie ein fundiertes Wissen hatten. Es begann mit dem dienstvorschriftsmäßigem Herabnehmen der Steckleitern, bis zu deren in Stellungbringen. Geachtet werden musste auf die Selbstsicherung der Mannschaft im oberen Stockwerk. Die Krankentrage wurde mit Knoten und Stichen an der Leiter befestigt. Der Patient wurde auf die Trage gelegt und schonend mit dem Hebebaum herabgelassen. Während der gesamten Zeit wurde der Patient betreut.

Als zweite feuerwehrtechnische Aufgabe mussten sie einen Schaumangriff vorführen. Einmal der Angriffstrupp alleine mit Schwerschaumrohr, der die Schläuche mit dem Schlauchtragekorb selbst verlegt, das zweite Mal der Angriffstrupp zusammen mit dem Schlauchtrupp mit Mittelschaumrohr und tragbarer Schlauchhaspel. Auch diese Aufgabe meisterten die 6 Anwärter.

Im Gerätehaus machte es Hubert Haller den Prüflingen, sie traten immer im Trupp an, bei der Ersten Hilfe nicht gerade leicht. Sie mussten Gefahren in der Umgebung des „Patienten“ abstellen, den Patienten beruhigen, versorgen und das jeweils unter verschiedenen und schwierigen Bedingungen.

Soziales konnten die Feuerwehrler locker nachweisen, beteiligten sie sich doch bei der jährlichen Bachreinigung anlässlich des Dorffestes, arbeiteten beim Ferienprogramm der Feuerwehr mit und sammelten Christbäume im Dorf ein.

Die Themenarbeit wurde auf der Jahreshauptversammlung der FF-Ensdorf öffentlichkeitswirksam vorgestellt.

Die Bewerber drehten einen professionellen Film zur Mitgliederwerbung für die Jugendfeuerwehr. Dabei kamen weit über 100 Stunden an Arbeit zusammen, denn es musste ein Drehbuch erstellt und geschrieben und Drehorte, unter anderem Räumlichkeiten in der Ensdorfer Schule gesucht werden.

Stundenlang mussten Aufnahmen wiederholt werden, bis sie „filmtauglich“ waren. Es wurden Kameras auf Helme und Feuerwehrautos montiert und unzählige Innen- und Außenaufnahmen gemacht.

Nachdem alles im „Kasten“ war, begannen die Schneidearbeiten und die Vertonung.

Dank des Kameraden Jonas Meier, Mitglied der Feuerwehr Rieden und Ensdorf gelang ein wirklich hervorragendes Werk.

Die Uraufführung war bei der Jahreshauptversammlung der Ensdorfer Wehr vor mehr als 60 Personen zu sehen und sie löste wahre Begeisterung und großes Lob bei den Zuschauern aus.

KJFW Hubert Haller war zufrieden und konnte den Teilnehmern das begehrte Abzeichen der Jugendflamme Stufe 3 überreichen. Bisher haben dieses anspruchsvolle Abzeichen im Landkreis nur Kameraden aus Illschwang und schon einmal Ensdorf abgelegt.

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Die sechs jungen Floriansjünger: Laura und Fabian Braun, Jasmin Kotzbauer, Julia Gebhardt und Johannes und Maximilian Wein bedankten sich bei der Gemeinde für die Überlassung des Schulgebäudes, bei Jonas Meier für seine Unterstützung und fachlichen Rat, die Kameraführung und die Bereitstellung der erforderlichen Technik und bei den Jugendwarten für ihre Unterstützung. Zur Abnahme der Jugendflamme Stufe 3 gratulierten natürlich nicht nur der KJFW und KBM Hubert Haller, sondern auch der Vorstand Richard Reiser und die beiden Kommanden Michael Ott und Manuel Wondrak und die Ausbilder und Jugendwarte Wolfgang Reiser, Thilo Frhr. von Hanstein, Christoph Staufer und Dominik Kaluza.